141. French Press

01:16

Der Sommer
zieht
sich
den Morgenmantel
über
während
unsere Wangen
rot gebacken
auf unseren Dächern
brennen
von der
morgendlichen Glut
im Ofen.
Wischt
Du
dir
den Schweiß
von deiner
Stirn -
tropfst
Du
von
meinen
Schläfen;
schimmender
Satin.
Ich falte 
den Kaffeefilter
und
siebe
das Glück
hindurch.
Eine Brühe -
klärend,
die 
Ich
durch den Filter
laufen lasse
und 
Dir  
Löffel für Löffel
einflöße.
Krank
im Bett
unter
weißen Pollen
zwischen
dem Schreien und den Stöhnen
fremder Streiter :
Das Licht
ins Auge bekommen
wie 
Ich
den Granatsplitter
in mein Herz.
Wir haben
mit der Knochensäge
abgesägt
den Ast
auf dem wir
saßen.
Du 
hast jetzt
nur noch
ein
Bein.

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4 Kommentare

  1. Wieder mal sehr sehr schön geschrieben. Dein Blog ist wirklich ganz anders, als was man so kennt. Mit so vile Persönlichkeit.

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    1. Liebe Ari,
      ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Das sind so liebe Worte.
      Danke.

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  2. Liebe Ann,
    es wäre so schön, wenn die Sonne wieder warm auf unsere Dächer scheinen würde. Ich liebe vor allem den Spätsommer, weil da das Licht besonders warm im Ton ist.
    Viele liebe Grüße
    Jasmin

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    Antworten
    1. Liebe Jasmin,
      vielleicht ist die Sonne ja in den Urlaub geflogen?

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Ich freu mich über jeden einzelnen Kommentar. Danke, dass du Dir die Zeit dafür nimmst.

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